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Mittelalterliche Turmhügel in der Prignitz

Triglitz

Lage: TK25 2738, E 330624, N 589984; 180 m nördlich des Ortes, südöstlich der Kümmernitzbrücke, 150 m nordwestlich der Kirche.

Siedlungsform: Gestrecktes Runddorf.

Siedlungsname: Slawisch.

Befund: Der unter Bäumen liegende und von vielem Laub bedeckte, rechteckige, flache, leicht geböschte Hügel besitzt ein Plateau, ca. 50x25 m Grundfläche, 1,50 m hoch; ringsum verläuft ein schwach erkennbarer Graben. Nördlich der Kümmernitz liegen feuchte Wiesen.

Typ: Rechteckige, flache Turmhügelburg.

Lit.: Matthes 1937 führt viele Funde aus Steinzeit und Bronzezeit in der Feldmark Triglitz auf, erwähnt jedoch den Turmhügel nicht; Herrmann fand am Nordrand der Niederung ein rechteckiges Plateau mit abgerundeten Ecken von 50 (O-W) x 30 (N-S) m Seitenlänge,1-1.50 m hoch, im N und W von einem 10 m breiten Graben umgeben, im O und durch eine sumpfige Senke geschützt, sandig-lehmiger Boden, große Feldsteine. Fritze 1981: Durchgehend bestehende mittelalterliche Siedlung mit slawischem Ortsnamen. Enders: 1407 tu Tryggelitze, von vor 1407 bis 1872 zur Herrschaft Putlitz gehörend, im Mittelalter unter Oberlehnsherrschaft des Bischofs von Havelberg, 1407 Wohnsitz der Warnsteds, 1422 Pfarrdorf, 1448, 1497 von Warnstedt als Raubritter in Mecklenburg verklagt. 1576: 14 Hüfner, 13 Kossäten, 1686: 2 Rittersitze, 1 Lehnschulze mit 2 Hufen, 11 Zweihüfner, 3 Einhüfner, 13 Kossäten; gewinnen das 3. Korn, mittelmäßige Weide, Hütung und Viehzucht, mittelmäßiger Acker; 3. Klasse.

Turmhügelburg Triglitz

Turmhügelburg Triglitz


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