Mittelalterliche Turmhügel in der Prignitz
Neuhausen
Lage: TK25 2737, O 328934, H 590169; wenige Schritte südwestlich des Schlosses Neuhausen.
Siedlungsform: Straßendorf.
Siedlungsname: Deutsch.
Befund: Auf einem aus dem festen Grund herausgearbeitetem Hügel, ca. 30 m Durchmesser, 5-6 m über dem südlich und östlich anschließenden quelligen Wiesengelände, befindet sich ein Gemäuer, welches noch im 19. Jh. als Stall oder Vorratsraum genutzt wurde. Auf diesem Hügel mag ein mittelalterlicher Wohnturm gestanden haben, doch die späteren Bauten verhindern einen klaren Befund.
Typ: Turmhügel, stark überbaut.
Lit.: Bohm 1937: Wasserburg, Ruine im Schlosspark; Schultze 1956: Um die Mitte des 12. Jh. von deutschen Rittern angelegt, nachweisbare ritterliche Anlagen. Enders: 1265 dominus Hartwig de Nyenhusen, 1299 Johannes clericus dictus de nuova domo, 1325 van deme Nigenhuse; 1316 Burg (mit Sicherheit wesentlich älter); 1325 Pfarrdorf; um 1325 wird Burg Neuhausen unter den bedeutendsten Festen der Prignitz genannt, 1423 Hans und Bernd von Rohr, wohnhaft zu Neuhausen, als Raubritter in Lübeck gefangen genommen, 1438 Schloss Neuhausen von Mecklenburg erobert und zerstört, 1480 von Rohr als Raubritter in Mecklenburg verklagt. 1686: Gewinnen das 3. Korn, mittelmäßige Wiese, gute Weide, Hütung und Viehzucht; 3. Klasse. Rohr: Nach 1367 erwirbt Klaus von Rohr Neuhausen.
Stark überbauter Turmhügel Neuhausen
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