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Mittelalterliche Turmhügel in der Prignitz

Natteheide

Lage: TK25 2940, E 332770, N 588600; am Pflasterdamm von Papenbruch nach Christdorf; vorm Forsthaus Natteheide eine offene Fläche, auf der sich an Hand von Scherben eine alte Ortsstelle nachweisen lässt. Hinter der offenen Fläche, vom Forsthaus links, etwa 300 m entfernt der Hügel.

Siedlungsform: nicht feststellbar - Wüstung.

Siedlungsname: Deutsch, Charakterisierung der Landschaft: Südlich von Natteheide liegt ein auch heute noch sehr feuchtes (niederdeutsch: natt) Gebiet, welches damals noch nässer und dadurch unbewaldetes Gelände war (Heide meint unbewaldetes Gebiet).

Befund: Von einem trockenen 2-3 m breiten Graben umgebener flacher Turmhügel, ca. 1 m über Gelände, 15 m Durchmesser, mit leichter Böschung. Ehe der etwas südlich liegende Teich vor ein paar Jahren ausgebaggert wurde, hatte der Turmhügelgraben noch Wasser.

Typ: Kleiner, runder, flacher Turmhügel.

Lit.: Matthes 1929 beschreibt die Ortsstelle des "eingegangenen" Dorfes Natteheide; Fritze 1981: Mittelalterliche Wüstung mit deutschem Ortsnamen; Schultze 1956: Wüste Feldmark im Forst Neuendorf bei Dossow; Teske, Manfred: Überraschende Entdeckung - Turmhügel in der Nattenheide. Enders: Im Mittelalter Dorf; 1574 Dorf und Feldmark wüst, die Amtsverwaltung Wittstock, Bürger zu Wittstock, die Kirche und Bauern zu Papenbruch, sowie Bauern zu Herzsprung haben Wiesen und Acker in der Nattenheide.

Turmhügel bei der Wüstung Natteheide

Kleiner, runder, flacher Turmhügel bei der Wüstung Natteheide


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