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Mittelalterliche Turmhügel in der Prignitz

Kolrep

Lage: TK25 2939, E 331833, N 587902; 250 m südöstlich der Kirche. 30 m nordöstlich eines zweistöckigen Bauernhauses; die auf diesem Gehöft seit 1565 bis nach dem 2. Weltkrieg ansässigen Bauern Burke - s. dazu das kleine Nordfenster in der Koreper Kirche - besaßen den größten Hof des Dorfes.

Siedlungsform: Runddorf.

Siedlungsname: Slawisch.

Befund: Ein von Bäumen bestandenes, rechteckiges 45 m langes, nach Süden leicht abfallendes Plateau mit leichter Böschung, etwa 1 m über Gelände, der trockene Graben ist kaum erkennbar. Das kleine Wäldchen ist an drei Seiten von feuchten Wiesen umgeben. Lokalname: Alte Burg oder altes Schloss.

Turmhügeltyp: rechteckige, flache Turmhügelburg.

Lit.: Kunstdenkmäler 1907: 1438 belehnte Markgraf Friedrich der Jüngere seine lieben getreuen Dietrich und Hennig von Klitzing mit einem Hofe im Dorfe zu Kolreppe. Da das Kloster Heiligengrabe gleichfalls auf einen Hof in Celrep Anspruch erhob, musste Kurfürst Johann 1494 Irrungen zwischen denen von Klitzing und der "ganzen Versammlung" des Jungfrauenklosters schlichten. Fritze: 1981 Durchgehend bestehende mittelalterliche Siedlung mit slawischem Ortsnamen. Enders: 1328 famulus Rabode de Colrep, 1343 Dorf, 1390 dem Kloster Heiligengrabe verkauft, 1422 Gerichtsschulze genannt, 1438 zcu Kolreppe, 1510 Lehnschulzengericht mit 1 Hufe und 2 Wörden. 1576: 27 Hüfner; 1686: 1 Lehnschulze mit 3 Hufen, 11 Zweihüfner, 2 Halbhüfner mit je einer Hufe; gewinnen an Roggen das 3, an Gerste das 1 1/2fache, ziemliche Wiese, mittelmäßige Viehzucht und Hütung, 3. Klasse.

Turmhügelburg Kolrep

Turmhügelburg Kolrep


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