Mittelalterliche Turmhügel in der Prignitz
Groß Welle
Lage: TK25 2938, E 330428, N 581813; 40 m westlich der Feldsteinkirche.
Siedlungstyp: Straßendorf.
Siedlungsname: Slawisch.
Befund: Der an drei Seiten von einem etwa 3 m breiten Wassergraben umgebene flache, runde, ungeböschte, 1.50 m hohe Hügel besitzt einen Durchmesser von ca. 15 m. Im Süden fehlt der Graben, rings um den Wassergraben verläuft ein kaum erkennbarer flacher Wall, s. Abb. 5.
Typ: Kleiner, runder, flacher Turmhügel.
Lit.: Matthes: Burgwall. Eine Erhebung von etwa 3 m Höhe und 17 m Durchmesser, Oberfläche abgeplattet, Graben, Ziegelstein in Klosterformat vorhanden, vor 120 Jahren soll hier ein turmartiges Gemäuer gestanden haben; Herrmann überliefert den Lokalnamen Burgwall, findet ein annähernd rundes Plateau etwa 2-3 m hoch; Fritze1981: slawischer Ortsname. Enders: 1384 in Welle; 1387 to groten Welle; 1370-1872 Herrschaft Plattenburg; 1490 Lehnschulzengut mit 2 Hufen. 1686: 1 Lehnschulze mit 3 Hufen, 16 Zweihüfner, 3 Halbhüfner mit je einer Hufe; gewinnen das 2 1/2fache bis 3 Korn, schlechte Wiese, mittelmäßige Weide, 3. Klasse.
Abb. 7 Der kleine runde Turmhügel von Groß Welle liegt gleich hinter der Kirche.
Der kleine runde Turmhügel von Groß Welle liegt gleich hinter der Kirche.
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