HomeDörferNaturHighlightsLinksKontakt

Mittelalterliche Turmhügel in der Prignitz

Burghagen

Lage: TK25 2937, E 329528, N 588305; 100 m südöstlich der kleinen Feldsteinkirche; 30 m südöstlich des Gutshauses.

Siedlungsform: Runddorf.

Siedlungsname: Deutsch, Hagendorf.

Befund: Im Gutspark liegt ein runder, 3-4 m hoher, flach geböschter Turmhügel, an der Basis etwa 25 m Durchmesser, der auf seinem kleinen Plateau, 5x5 m, etwas Mauerwerk trägt. Über den den Hügel umgebenden, wasserführenden Graben führt eine Holzbrücke in Richtung auf das Gutshaus. Ein "Knick" im Profil des Hügels macht eine spätere Erhöhung des Hügels wahrscheinlich. Das unordentlich aufgeführte Mauerwerk, 4x4 m Innenraum, könnte neueren Datums sein. Das Gutshaus fügt sich zusammen mit dem Gutshof in die Häuserreihe des Runddorfes Burghagen ein: Vielleicht lag der zum Turmhügel gehörende Wirtschaftshof am Platz des heutigen Gutshofes.

Typ: Kleiner, runder, geböschter Turmhügel

Kleiner runder geböschter Turmhügel

Kleiner runder geböschter Turmhügel in Burghagen

Lit.: Bohm 1937: Wasserburg; Schultze 1956: Überreste alter deutscher Burganlagen; nachweisbare ritterliche Anlagen. Enders 1997: 1321 Heyno Burchhagen; von 1413 bis nach 1473 v. Burghagen zu Burghagen; 1343 Pfarrdorf, kleine Wasserburg im Dorf, 1413 Hans von Wartenberg als Raubritter im Erzstift Magdeburg angeklagt, 1448/49 Klage über mecklenburgische Raubritterschäden, 1481 Dorf mit 10 Hufen, 1579 Auskauf eines Hofes wegen "Mutwillen" des Bauern. 1686: 4 Hüfner, 6 Kossäten; gewinnen an Weizen das 2., an Rogen und Gerste das 3. Korn, schlechte Wiese, gute Weide und Viehzucht, guter Acker, 2. Klasse.


↑ nach oben ↑