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Quadermauerwerk

Eine andere, wiederum reizvolle Verwendung des Feldsteins zeigt der auf dem alten Gutshof in Dannenwalde stehende Kornboden, Baujahr 1884. Hier sind die Steine wie bei den Feldsteinkirchen des 13. Jahrhunderts als Quader fünfseitig behauen. Aus den schmalen Fugen wölbt sich der gelblich gefärbte Mörtel leicht hervor und akzentuiert so die Begrenzung der Steine.



Alter Kornboden in Dannenwalde, Prignitz, Brandenburg, Deutschland

Dannenwalde: Alter Kornboden



Dasselbe Quadermauerwerk finden wir am im Jahre 1900 errichteten, hoch aufragenden Dannenwalder Kirchturm. Mit seiner eleganten, in vielen Details bewundernswerten Kombination von Feldstein und Backstein ist dieser Turm ein später Höhepunkt des prignitzer Feldsteinbaus. Auch hier sind die zwischen den Steinen liegenden Fugen deutlich betont. Die wie in den sehr alten Feldsteinkirchen in Lagen verlegten Feldsteine liegen in farblichem Wechsel und wirken mit ihren erst vor rund hundert Jahren behauenen Steinen freundlich farbig.

Bevor der Gutsherr und Kirchenpatron Otto von Rohr diesen Kirchturm bauen ließ, trug die Dannenwalder Kirche ebenso wie die kleinere Kolreper Kirche einen Dachreiter und auch sonst ähneln sich Dannenwalder und Kolreper Kirche: Beide aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirchen besitzen einen rechteckigen Grundriss, bei beiden lassen sich im Putzmörtel deutliche Ritzungen erkennen, beide besitzen Ostgiebel mit – in Dannenwalde allerdings vermauerter – Dreifenstergruppe. Die Dannenwalder Kirche zeigt außerdem wie die Kirche in Gantikow an der Südseite nebeneinander eine heute vermauerte Gemeindetür und die jetzt als Eingang dienende Priestertür. Wenn wir genau hinschauen, finden wir rechts oben an der Priestertür eine kleine Ritzung ähnlich einer Sonnenuhr.



Kirche aus Feldsteinen / Feldsteinkirche in Dannenwalde, Prignitz, Brandenburg, Deutschland

Dannenwalde: Kirchturm

 Kirche aus Feldsteinen / Feldsteinkirche in Dannenwalde, Prignitz, Brandenburg, Deutschland

Dannenwalder Kirchturm, Detail


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