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Kietz

    Burgwall

Lage: TK25 2938, E 445583, H 588158; südlich des spitzen Winkels der Ringstraße, 220 m westlich des südlichen Ende des Johannesbrack; Lokalname: Burgwall.

Eiskeller in Kietz, Prignitz, Brandenburg, Deutschland

Abb: Eiskeller in Kietz

Befund: Den unter Bäumen liegenden, gewaltig wirkenden, fast quadratischen Hügel, 30x31 m, 4 m über Gelände, umgibt ein schwer zu überwindender etwa 6 m breiter Graben. Ein Wall umgibt in Wall das etwa 0,50 m tiefere zentrale Plateau. Innerhalb dieses kleinen Plateaus liegt eine eine 1.50 m tiefe, fast quadratische Grube, etwa 4x3m, die nach alter Überlieferung in früheren Jahren als Eiskeller gedient haben soll. Reste von Mauerwerk sind zwar auf dem Burgwall aber nicht an der Eiskellergrube zu erkennen, also handelt es sich bei diesem „Eiskeller“ um ein Erdloch. Dieser „Eiskeller“ auf dem inselartigen Burgwall liegt nahe von den Resten des alten Gutshauses und bleibt durch die hohe Burganlage auch bei Hochwasser trocken.

Literatur: Bohm 1937: Mittelalterliche Wasserburg mit Mauerresten, Wall und Graben, Lokalname Burgwall; Enders 1997: 1472 upe deme Kytze, vor 1328 bis 1777 von Wenckstern in der Lenzerwische über Dorf Kietz und festen Wohnhof, 1328 ein Hof in der Nedderwisch durch von Wenckstern einem Altar in der Kirche zu Dömitz übertragen, 1421 mecklenburgische Raubritterschäden und Mordbrand in der ganzen Lenzerwische, im 17. Jh. 4 Rittersitze daselbst. 1686: 5 Rittersitze (zwei mit je 6, 1 mit 11 „Stücken“, 1 hat seinen Acker bei Wootz), Pfarrer mit 8 Stücken, Kirche mit 4 Stücken Acker, 14 Hüfner mit je einer Hufe; viele Stücke sind sehr versandet, haben Fischerei, gute Wiese, trägt das 5. Korn, 1. Klasse.


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