Dannenwalde
Lage: TK25 2939 E 331501, H 587912; nordwestlich des Mühlenteiches, im alten Gutspark.
Befund: Der unter Bäumen liegende, etwa 3 m hohe, leicht geböschte Eiskeller besaß noch vor wenigen Jahren eine Tür und ein gewölbtes, aus Backstein gemauertes, von Erde bedecktes Dach. Heute fehlt diese Eiskellerdecke, die Stelle der ehemaligen Tür ist vermauert und die runde Öffnung des verbliebenen Eiskellerrestes mit einem schützenden Holzgitter verdeckt. Der aus Feldsteinen mit großen Putzflächen gemauerte Keller besitzt einen Durchmesser von 3.50 m und ist 3 m tief. Die Umrandung der heute zugemauerten Eiskellertür ist aus industriell gefertigtem Backstein gemauert. Der Eiskeller liegt nahe vom Mühlenteich, auf leicht erhöhtem und damit dem Grundwasser ferneren Gelände.
Wie diese Darstellung zeigt, lässt das Gemäuer dieses Eiskellers zwei Bauperioden vermuten: Erst die Errichtung der aus Feldsteinen gemauerten 3 m hohen runden Röhre, später erfolgte der Einschnitt einer Tür mit Backsteinrahmen und die Überdachung durch eine Backsteingewölbe.

Abb: Dannenwalder Eiskeller

Abb: Gemäuer des Dannenwalder Eiskellers
Literatur: Enders 1997: Markgräfliches Dorf; 1339 die Bede von Dorf Dannenwolde an die von Kröcher verlehnt; 1343 die von Kruge mit Rechten an Bede und Wagendienst wie schon zuvor belehnt; 1345 dgl. Otto von Helbe wie schon zuvor; 1438 Dorf mit Mühle; 1479 Wohnsitz der von Krüsecke (von Krusemark), bis 1763 im Besitz der Familie von Krüsecke, 1479 wegen eines Raubüberfalls auf sächsisches Hofgesinde zusammen mit anderen Prignitzer Rittern verklagt, 1554 Auskauf eines Bauern, 1630 zwei Bauernhöfe ausgekauft. 1576: 13 Hüfner, 1 Kossät; 1686: 4 Dreihüfner, 5 Zweihüfner, 2 Kossäten mit je 1 Hufe, 24 Hufen; gewinnen das 3. Korn und 3 Fuder Heu, mittelmäßige Weide und Viehzucht, mittelmäßiger, etwas sandiger Acker, 4. Klasse.
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