Breitenfeld
Wer die Einsamkeit sucht, sollte Breitenfeld aufsuchen, denn dieses kleine Angerdorf liegt beinahe am Ende der Welt: Von Schönebeck aus erreichen wir das Dörfchen auf einer schmalen, geteerten Straße, von Dannenwalde oder Dahlhausen gelingt uns dies nur über zerfahrene, löcherige Waldwege.
Die Kirche in Breitenfeld
Ein Haus in Breitenfeld
Das Dorf besteht aus ein paar Bauernhöfen, dazu eine kleine Fachwerkkirche – drinnen ein ansehnlicher barocker Kanzelaltar – daneben ein frei stehender hölzerner Glockenturm. Obwohl die Dorfjugend wegen mangelnder Arbeitsplätze abwandert, ist Breitenfeld kein sterbender Ort, denn findige Großstädter haben das Dorf entdeckt. Zur Zeit sind Studenten eifrig damit beschäftigt, ein mit seinem Backsteinrot gemütlich wirkendes Bauernhaus für ihre Zwecke herzurichten. Sie werden ihre Wahl nicht bereuen, denn Breitenfeld bietet Wanderern und Naturliebhabern vielerlei: Fährten von Rehen, Hirschen und Wildschweinen auf den Feldern bezeugen den Wildbestand. Zur Zeit des Vogelzugs suchen Kraniche auf abgeernteten Maisfeldern nach Nahrung. Auf den Lesesteinhaufen am Rande der Felder huschen Eidechsen. Von günstigen Plätzen schaut der Wanderer weit ins Land, denn Breitenfeld liegt auf der Höhe der Kolreper Berge. Ringsum Wald – kilometerweit!
Der Altar in der Kirche
Die Kirche mit Turm
Das im Text erwähnte, von Studenten erworbene Haus
Angerdorf, bis 1849 Stiftsgut Heiligengrabe, 1576 19 Hüfner, 1686 ein Lehnschulze mit 4 Hf, ein Fünfhüfner, 7 Vierhüfner liegen wüst, ernten an Rogen das 3 - 3,5fache, an Gerste noch nicht das 3fache usw., 1791 8 Bauern, 3 Häusler, 1964 75 Einwohner
Die Landschaft hinter dem Dorf
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